"Philipp" – dein neuer Sauerteig-Begleiter
- Martin Seitz

- vor 4 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Sauerteig gilt als die Königsdisziplin des Brotbackens: und das zu Recht. Doch wer schon einmal versucht hat, einen Sauerteigstarter von Grund auf zu züchten, weiß: Es braucht Zeit, Geduld und ein gutes Händchen. Genau hier kommt Philipp ins Spiel.

Wieso Philipp?
Philipps Geschichte beginnt im Jahr 1856. Damals gründete Philipp Seitz unsere Mühle in Schriesheim und legte damit den Grundstein für das, was wir heute sind. Es schien nur passend, unserem neuen Sauerteigstarter seinen Namen zu geben. Schließlich hat auch er etwas gestartet.
Die Idee hinter Philipp
Sauerteig von Grund auf selbst zu züchten dauert mindestens eine Woche und nicht immer gelingt er auf Anhieb. Wer seinen Starter einmal vernachlässigt oder in den Urlaub fährt, muss oft von vorne anfangen. Genau das wollten wir ändern.
Philipp ist echter, aktiver Sauerteig – schonend getrocknet und in handliche Flocken verwandelt. Er lässt sich monatelang kühl und trocken lagern, und wenn du ihn brauchst, erwacht er zuverlässig wieder zum Leben.
Was Philipp besonders macht
Jederzeit einsatzbereit
Kein Züchten, kein Warten. Philipp ist in 20–24 Stunden aktiv.
Lange haltbar
Kühl und trocken gelagert bleibt Philipp viele Monate aktiv und griffbereit.
Selbst erneuern
Überschüssigen Sauerteig dünn auf Backpapier streichen, trocknen lassen, zerbröseln und luftdicht aufbewahren. So bringst du Philipp jederzeit in seinen Ursprungszustand zurück.
Echter Sauerteig
Kein Aromenersatz. Echter Sauerteig mit natürlicher Milchsäure und authentischem Brotaroma.
So setzt du Philipp an
Philipp aktivieren ist einfacher als gedacht. Er kommt als 30-g-Packung und reicht für deinen ersten Ansatz:
Du brauchst:
30 g
Philipp Sauerteigstarter (fein gemörsert)
190 g
210 ml
lauwarmes Wasser (ca. 30 °C)
20–24 h
Reifezeit an einem warmen Ort
Mörsern: Die Sauerteigflocken aus der Packung fein zerkleinern – am besten mit einem Mörser, bis ein feines Pulver entsteht.
Verrühren: 30 g Philipp mit 190 g Roggenmehl 1150 und 210 ml lauwarmem Wasser (ca. 30 °C) in einer Schüssel gut verrühren, bis alles gleichmäßig vermengt ist.
Reifen lassen: Das Gemisch locker abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen – z. B. auf der Heizung oder in der Sonne. Die Temperatur sollte möglichst konstant bleiben.
Bereit, wenn …: Nach 20–24 Stunden sollte dein Philipp deutlich aufgegangen sein, schöne Luftbläschen zeigen und mild-säuerlich riechen. Dann ist er bereit für den Brotteig.
Starter sichern: Nimm 130 g deines aktiven Starters ab, streiche ihn dünn auf Backpapier und trockne ihn bei max. 40 °C. So hast du Philipp für das nächste Mal direkt parat.
Unser Rezepttipp: Roggen-Dinkel-Brot
Mit dem aktivierten Philipp gelingt dieses saftige Roggenmischbrot mit 70 % Roggenmehl 1150 und 30 % Dinkelmehl 630: aromatisch, langanhaltend frisch und wunderbar rustikal.
Roggen-Dinkel-Brot mit Philipp
Für 1 Laib · ca. 35–40 min Backzeit
Zutaten Brotteig
300 g aktiver Sauerteig (Philipp-Ansatz)
210 g Roggenmehl 1150
150 g Dinkelmehl 630
13 g Salz
250 ml Wasser (22–26 °C)
Zubereitung
Alle Zutaten abwiegen und in eine Knetschüssel geben.
Ca. 5 Minuten langsam, dann ca. 3 Minuten schnell kneten, bis der Teig geschmeidig ist.
2–3 Stunden Teigruhe bei Raumtemperatur.
Teig formen (Kastenform oder rund) und 15–20 Minuten ruhen lassen.
Im vorgeheizten Ofen bei 230 °C Umluft 10 Minuten anbacken.
Temperatur auf 210 °C reduzieren und weitere 25–30 Minuten fertigbacken, bis die Kruste schön krustig ist.
Auskühlen lassen und genießen.
Wo du Philipp bekommst
Philipp ist ab sofort in unserem Mühlenladen in Schriesheim und in unserem Onlineshop erhältlich. Als Ergänzung zu unseren hochwertigen Mehlen aus der eigenen Mühle: für alle, die wissen wollen, was in ihrem Brot steckt.

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